Corona - ein Rückblick

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Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert.
Wir erleben zur Zeit so einen Moment: die Welt, wie wir sie kennen, löst sich gerade auf. Aber daraus entsteht etwas Neues. In einer RE-Gnose schauen wir im - Gegensatz zur PRO-Gnose - nicht "in die Zukunft", sondern aus der Zukunft ZURÜCK ins Heute.
Klingt das verrückt? Versuchen wir es einmal:

Ende März 2020
Es war im Jahr 2020 christlicher Zeitrechnung, als die Menschheit heimgesucht wurde von etwas, das noch nie zuvor in dieser Form da gewesen war: eine Pandemie globalen Ausmaßes. Corona nannten sie dieses Phänomen, was ja nichts anderes bedeutet als Krone. Corona war in aller Munde, man sprach über nichts anderes mehr. Die Menschen blieben zu Hause aus Angst, weil man ihnen Bilder gezeigt hatte von sterbenden Menschen und Särgen. Sie waren konfrontiert mit ihrer Endlichkeit und mussten erkennen, dass sie keine Kontrolle hatten über ihr Leben. Doch das war nicht das einzige. Durch die Isolation und die fehlenden persönlichen Kontakte erinnerten sie sich, dass sie soziale Wesen waren und dass ihr Verhalten Einfluss auf das Leben anderer Menschen hatte. Rücksicht und Solidarität, aber auch die Sehnsucht nach Nähe und Miteinander kamen an die Oberfläche. Sie wurden sich bewusst, dass sie keine Einzelkämpfer waren und dass sie gemeinsam viel stärker waren.

Es begann das Zeitalter der Co-Creation. Über das Internet begann man zu diskutieren über neue Formen des Zusammenlebens. Menschen fingen an, ernsthaft über die Zukunft nachzudenken. Ihnen wurde bewusst, was sie all die Jahre sich, einander und der Erde angetan hatten. Es war, als würden sie aus seinem Tiefschlaf aufwachen und erstmals erkennen, dass es noch viel mehr gab als die Dinge mit denen sie sich umgeben. Materielles verlor an Bedeutung.
Sie fingen an aufzuräumen. Zunächst in ihren Häusern und Wohnungen und zugleich in ihrem Innern. Sie wurden dabei wacher und wacher. Es war als hätte sich ein innerer Schalter umgelegt, der ihren Blick für das Wesentliche wieder öffnete. Menschen begannen, Dinge umzusetzen, die vorher unmöglich erschienen. Der Planet atmete auf, als die Flugzeuge am Boden blieben, große Fabriken die Tore schlossen und die allgemeine Hektik einer noch nie dagewesenen Ruhe Raum gab.

In diesem Raum entstanden neue Ideen für eine neue Art des Zusammenlebens, in der das Miteinander im Mittelpunkt stehen sollte. Nachdem die Menschen monatelang nur über Bildschirme in Kontakt waren, sehnten sie sich so sehr nach Berührung und gemeinsamen Erfahrungen, dass sie beschlossen ihr Leben neu auszurichten auf das Schaffen von Gemeinschaften. Viele verschiedene Modelle entstanden, die alle gemeinsam hatten, dass Menschen einander stärken sollten. Dies umfasste auch das Schaffen von Wirtschaftskreisläufen. Es entstanden regionale Erzeugergemeinschaften, so dass Waren nicht mehr um die ganze Welt reisen mussten. Lebensmittel, Dienstleistungen und auch andere Produkte wurden bewusst auf ihre Herkunft geprüft und dementsprechend ausgewählt. Auch für Reisen und Veranstaltungen wählte man Orte, die im Rahmen des gemeinsamen Lebensraumes lagen. Überhaupt verlor Reisen an Bedeutung. Stattdessen fokussierten die Menschen sich auf die Schaffung von Lebensräumen, in denen sie sich dauerhaft wohl fühlten. Wälder wurden aufgeforstet, Wiesen durften verwildern, prachtvolle und fruchtbare Gärten entstanden. Die globale Agrarindustrie verschwand vollständig. Denn auch das gehörte zum Erwachen: die Menschen erkannten, dass immer genug für alle da ist und Mutter Erde gut für sie sorgte – wenn sie für Mutter Erde sorgten. Der Landbau erfolgte in Kreisläufen, die der Natur zurückgaben, was ihr entnommen wurde. Die Böden konnten regenerieren und wurden wieder auf natürliche Weise fruchtbar.

Massenveranstaltungen gab es kaum noch, weil durch Corona deutlich geworden war, welche Gefahren, aber auch welcher Unsinn darin lag. Massenveranstaltungen hatten nichts mit Gemeinschaft zu tun, sondern nur mit Konsum und Profit. Profit hatte keine Bedeutung mehr. Dieses Konzept wurde abgelöst durch FÜLLE – dem Bewusstsein, dass immer genug für alle da ist. Diese Erkenntnis veränderte alles. In diesem Bewusstsein verschwanden Gier, Konkurrenz, Ausbeutung, Verschwendung, Umweltzerstörung und die zugrundeliegende Angst, nicht genug zu haben.
Damit verschwand auch das Ego der Menschen (das aus Angst und Gier gespeist wurde).

Das Bildungssystem wurde vollkommen reformiert. Die Kinder durften – geführt durch ihre intuitive Weisheit - selbst entscheiden, was sie lernen wollten. Sie halfen aneinander und ihnen stand ein Expertenteam von Erwachsenen zur Seite. Die Erwachsenen erkannten, dass auch sie viel von den Kindern lernen durften. Kreativität, Unschuld, Freiheit, Unbefangenheit... In diesen Disziplinen wurden die Kinder zu den Lehrern der vorigen Generationen.

All das konnte entstehen, weil die Menschen wieder zur Besinnung kamen, als sie endlich Zeit hatten durchzuatmen und ihr eigenes Leben und das Modell ihrer Gesellschaft zu hinterfragen.

Die Bedrohung durch Corona war rein symbolisch.
Einige Menschen starben. Keiner von ihnen allein durch das Virus.

Seit Corona wurde alles anders. Heute wird Corona gefeiert wie eine Königin, die die Menschheit dazu veranlasste, endlich aufzuwachen

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Seit sich Mitte März 2020 die Corona-Krise extrem zugespitzt hat, erhalte ich regelmäßig durch eine bestimmte Schreibtechnik inspirierte Texte wie diesen.

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