Warum der Anspruch allen zu helfen am Ende niemandem hilft

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In diesem Beitrag geht es um einen wesentlichen Schlüssel für ein effektives Marketing.

Karin ist Mutter zweier erwachsener Kinder und hat in den letzten Jahren zahlreiche Coaching-Ausbildungen absolviert.
Sie weiß aus eigener Erfahrung, welche Hochs und Tiefs man als Mutter erlebt mit kleinen Kindern, schulpflichtigen Kindern, Teenagern, aber auch, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Deshalb möchte sie gerne Müttern helfen, sich in ihren unterschiedlichen Rollen als Frau sicherer zu fühlen. Ihr Wissen und ihre Methoden sind fundiert und umfassend. Sie kann aus dem Vollen schöpfen.

Doch wie kann sie ihre Kundinnen erreichen?

Sie macht ungeheuer viel für ihre Sichtbarkeit. Mühsam hat sie sich in die Welt der sozialen Medien eingearbeitet, online-Produkte erstellt, Blogartikel geschrieben. Sie postet fleißig Beiträge, wo immer sie kann. Schließlich brennt sie für das, was sie tut und sie wünscht sich nichts sehnlicher als möglichst vielen Müttern aus Krisensituationen herauszuhelfen.
Doch der erwünschte Erfolg bleibt aus.

Warum finden nur so wenige Frauen zu ihr?

Das kann natürlich viele Gründe haben. Offensichtlich ist jedoch, dass Karin eine zu unspezifische Zielgruppe gewählt hat. Mütter mit kleinen Kindern haben ganz andere Probleme als Mütter von Schulkindern. Und die Frauen, deren Kinder bereits aus dem Haus sind, fühlen sich überhaupt nicht angesprochen, wenn Karin in ihrem Blog wertvolle Tipps gibt, wie man mit pubertierenden Teenagern auf Augenhöhe kommuniziert.

Karin hat sich als Zielgruppe Mütter ausgewählt. Eine schöne Zielgruppe. Ihr „Fehler“ war jedoch, dass sie den Anspruch hatte, möglichst vielen Müttern helfen zu wollen. Am Ende hat niemand davon profitiert.

Eine Tragödie, die ich in meiner Praxis immer wieder erlebe.

Warum ist es so wichtig, dass du deine Zielgruppe genau kennst?

Niemand kauft bei dir, weil du toll ausgebildet bist oder wunderschöne Visionen verfolgst. Zunächst einmal wollen die Menschen Lösungen für ihre Probleme. Erst wenn sie sich mit ihren Bedürfnissen wirklich verstanden fühlen, in deinem Angebot eine klare Lösung erkennen und einen großen Mehrwert darin sehen, werden sie zu Kunden.

Hieraus leiten sich drei Gründe ab, warum du deine Zielgruppe genau kennen solltest.

Grund #1: Mehr Wertschätzung, weil du als Spezialistin oder Spezialist wahrgenommen wirst

Wenn du dich auf eine spezifische Zielgruppe fokussierst, ragst du heraus aus der Masse. Deine Zielgruppe ist wiederum bereit, dir mehr Wertschätzung zu geben für das, was du tust.

Beispiel

Annegret ist Yogalehrerin. Sie bietet eine breite Vielfalt an Kursen an. Für Jung und Alt, für Frau und Mann, für Sportliche und weniger Sportliche. Kurzum: für jeden. Denn Yoga tut bekanntlich jedem gut.

Yvonne ist ebenfalls Yogalehrerin. Sie bietet ausschließlich Yoga für Schwangere an. Sie zeigt den Teilnehmerinnen spezielle Übungen, die sie in der Schwangerschaft und bei der Vorbereitung auf die Geburt unterstützen.

An wen würdest du dich als Schwangere wenden? An Annegret oder Yvonne?

Du würdest höchstwahrscheinlich zu Yvonne gehen, oder?

Grund #2: Mehr Gewinn, weil dein Marketing effektiver ist

Egal ob du offline oder online unterwegs bist, so gilt es im Marketing immer, eine Verbindung zu deinen Zielkunden herzustellen. Wenn du deine Zielgruppe kennst, kannst du sie dort erreichen, wo sie sich aufhält und entsprechend gezielt handeln.

Beispiel

Während Annegret ihre Flyer wahllos überall auslegt, wählt Yvonne geschickt Orte aus, die häufig von Schwangeren aufgesucht werden (Babyfachgeschäfte, Spielzeugläden, Modeläden für Umstandskleidung, ...). Sie knüpft Kontakte zu Hebammen, Kursleiterinnen für Geburtsvorbereitung, Gynäkologinnen und Kitas und baut sich so ein Empfehlungs-Netzwerk auf.

Grund #3: Mehr Traumkunden, weil du deine Zielgruppe persönlich ansprichst

Wenn du deine Traumkunden so genau kennst, dass du ihre Sprache sprichst und ihre Probleme besser benennen kannst als sie selbst, ziehst du sie "magnetisch" an.

Beispiel

Auf ihrer Webseite spricht Annegret über die unzähligen Vorteile von Yoga. Sie erzählt ihre eigene Geschichte und macht günstige Schnupperangebote, um auf sich aufmerksam zu machen.

Yvonne hingegen kennt die Probleme der Schwangeren sehr genau. Sie hört ihren Kursteilnehmerinnen genau zu und weiß, welche Sorgen, Schmerzen oder Ängste sie plagen, die sich mit Yoga beseitigen oder lindern lassen. Dieses spricht sie in ihrer gesamten Kommunikation so einfühlsam an, dass ihre Teilnehmerinnen sich von Anfang an gut bei ihr aufgehoben fühlen und sie auch gerne weiterempfehlen.

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Wie findest du nun deine ideale Zielgruppe?

Deine Zielgruppe sollte aus den Menschen bestehen, denen du mit Leichtigkeit maximalen Mehrwert bieten kannst. Kriterien sind neben Alter, Geschlecht, Einkommen und Berufsgruppe auch die „weichen“ Eigenschaften wie Charakterzüge, Werte, Verhaltensweisen, Bildungsgrad etc.

Folgende Fragen helfen dir, deine Zielgruppe genauer zubestimmen:

  • Mit wem hast du bisher am liebsten gearbeitet?
  • Für welches Problem hast du die ideale Lösung?
  • Wem kannst du besonders gut helfen?
  • Welche Eigenschaften schätzt du an deinen Kunden?
  • Welche Menschen schätzen dich am meisten?
  • Wer passt am besten zu dir?
  • Was für Menschen ziehst du durch deine Persönlichkeit und deine Geschichte automatisch an?

Wenn du dich darüber austauschen möchtest oder ein Feedback wünschst, findest du dafür die Möglichkeit in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe.

In meiner Positionierungs-Masterclass entwickelst du mit einer einfachen und genialen Mentaltechnik intuitiv deinen idealen Zielkunden-Avatar. Bis ins genaueste Detail erspürst du dessen Probleme, Sichtweisen und Sehnsüchte und schaffst damit das Fundament für ein erfolgreiches Marketing von Herz zu Herz.

Neugierig, wie das geht?

Dann folge diesem Link für deinen persönlichen Positionierungs-Check in Verbindung mit einem kostenlosen Orientierungsgespräch.

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